Spritpreise steigen – Bonntrans spricht Klartext


Die Kraftstoffpreise steigen seit Wochen – und die Auswirkungen auf unseren Betrieb sind konkret spürbar. Zu Jahresbeginn haben wir Diesel noch für rund 1,30 € pro Liter getankt. Inzwischen liegt der Einkaufspreis bei knapp 1,85 € – ein Anstieg von über 40 Prozent in wenigen Monaten. Für eine Spedition mit eigenem Fuhrpark und eigener Tankstelle wie Bonntrans bedeutet das eine monatliche Mehrbelastung von rund 25.000 €. Kosten, die wir nur bedingt an unsere Kunden weitergeben können.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, die Steuer auf Diesel und Benzin für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent pro Liter zu senken. Wir begrüßen grundsätzlich jeden Schritt zur Entlastung – aber die Rechnung ist ernüchternd: 17 Cent entsprechen gerade einmal einem Viertel bis einem Drittel unserer tatsächlichen Mehrbelastung.
Hinzu kommt die Frage, ob die Senkung überhaupt vollständig an der Zapfsäule ankommt – oder ob sie zumindest teilweise bei den Mineralölkonzernen hängen bleibt. Wir haben das 2022 bereits erlebt: Auch damals gab es einen „Tankrabatt" – die Entlastung war kurzfristig, danach stiegen die Preise wieder.
Neben den konkreten Zahlen belastet uns auch die anhaltende Ungewissheit. Die geopolitische Lage bleibt angespannt, ein Ende der Preisentwicklung ist nicht absehbar. Für uns als Spedition, die täglich disponiert und kalkuliert, ist das eine zusätzliche Herausforderung.
„Es ist kein Ende in Sicht. Das macht mir schon zu schaffen." – Frank Herschel, Geschäftsführer Bonntrans
Wir bleiben trotzdem handlungsfähig, passen unsere Planung laufend an und halten unsere Partner transparent auf dem Laufenden – so wie wir es immer gemacht haben.
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